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15 Digitale Helfer

Aktualisiert: 20. Okt 2020

Der Helene-Schoettle-Schule werden iPads gespendet - Unterstützung für Homeschooling

Cannstatter Zeitung, 2. Mai 2020


Jürgen und Bianca Kassel übergeben Rektor Andreas Thiemke die iPads

Die Coronakrise stellt den Schulbetrieb seit Wochen auf den Kopf. Gelernt wird daheim mithilfe des Internets – so gut es geht zumindest. Dass dies nicht immer leicht ist, etwa angesichts fehlender technischer Ausstattung, weiß auch Andreas Thiemke, Rektor der Helene-Schoettle-Schule. „Für manche Familien ist die Situation sehr schwierig.“ So stehe zum Beispiel nicht jedem Kind oder Jugendlichen ein Gerät zur Verfügung, mit dem am digitalen Unterricht teilgenommen werden könne.


Unterstützung erhalten die Schülerinnen und Schüler in dieser Ausnahmesituation nun von der Rosberg Foundation, die sich für Kinder und Jugendliche in Notlagen einsetzt – unter anderem in sonderpädagogischen Schulen, Musikschulen und diakonischen Einrichtungen. Der Helene-Schoettele-Schule hat die Stiftung 15 iPads – kleine tragbare Computer – inklusive der dazugehörigen Lernsoftware gespendet. „Die Bildung der Kinder und Jugendlichen darf nicht unter dem Coronavirus leiden“, sagt Vorstand Jürgen Kassel. Deshalb war es ihm und Bianca Kassel, Stiftungsvorstand, ein Anliegen mit den technischen Geräten zu helfen.


Die Kinder und Jugendlichen werden wohl noch für eine Weile die Schule nicht besuchen können, weil es ihnen zum Beispiel schwerfällt, sich an Abstandsregelungen zu halten. Aus diesem Grund ist die digitale Kommunikation mit Lehrerinnen und Lehrern oder Mitschülerinnen und Mitschülern wichtig. „Schon sich zu sehen, hilft viel. Jede Form der Abwechslung in der jetzigen Situation ist eine Erleichterung“, sagt Thiemke. Auch das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer ist groß: Viele versuchen, die Situation auf kreative Art und Weise für die Schülerinnen und Schüler zu verbessern, etwa indem sie einen Rundgang durch das Schulgebäude aufgenommen haben, der dann auf dem iPad angeschaut werden kann. Der Alltag ist derzeit für viele Kinder und Jugendliche sowie deren Familien nicht leicht: Manche leben auf beengtem Raum, leiden unter den Kontaktbeschränkungen, sagt Thiemke. Strukturiert wird der Tagesablauf durch vereinbarte Einzelunterrichtsstunden per Videochat mit den Lehrerinnen und Lehrern. „Das klappt verhältnismäßig gut“, sagt Lehrerin Ulrike Hahn, die bereits übers Internet unterrichtet hat. „Wir sprechen mit den Schülerinnen und Schülern, nehmen aber auch kleine Videos auf, die sie sich dann anschauen können“, sagt sie. Damit auch in dieser schwierigen Zeit alle Kinder und Jugendlichen am Unterricht teilnehmen und untereinander Kontakt halten können, ist der Zugang zu technischen Geräten entscheidend.


In manchen Familien erschweren Sprachprobleme das Lernen von zuhause zusätzlich. Die Lernmittel müssen deswegen weitestgehend selbsterklärend sein. Dies funktioniert zum Beispiel durch Symbole, wie sie in der Lernsoftware auf den iPads genutzt werden. Zudem sind manche Kinder und Jugendliche auf sprachunterstützende Hilfen angewiesen, kommunizieren über Gebärden. Bei den technischen Geräten kann eine App, die auf Zeichen basiert, bei der Kommunikation unterstützen.


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